Wer Vintage Mode trägt, der outet sich als Modekenner mit einem hohen Insiderwissen, denn Vintage zu tragen, heißt sich von anderen abzuheben und das auf eine ganz besondere Art und Weise.
Wörtlich übersetzt bedeutet Vintage Weinlese oder Jahrgangswein. Auf Mode bezogen heißt das: Wer Vintage Mode mag, der lässt sich von ganz bestimmten Jahrgängen inspirieren. Das kann das Kostüm mit Stehkragen und Schößchen aus den 1930er Jahren sein, aber auch der rote Petticoat mit Weißen Pünktchen aus den 1950er Jahren.
Vintage ist Mode, die tatsächlich aus den bestimmten Jahren stammt oder aber auf alt „getrimmt“ wird. In Großbritannien ist man, was Vintage Mode angeht, eher streng. Nur was wirklich alt ist, darf auch als Vintage verkauft werden.
Den neuen Vintage Look hat Schauspielerin Julia Roberts eingeläutet. Sie nahm im Jahr 2001 ihren Oscar in einer traumhaft schönen Robe von Valentino entgegen, im Vintage Look. 2006 zeigte sich auch Oscar Gewinnerin Reese Witherspoon in einer Vintage Robe und seitdem ist der alte, neue Look wieder auf dem Vormarsch.
Bei Vintage Mode gilt: Je älter, desto besser. Die Outfits können No Name sein oder von einem namhaften Designer. Das spielt keine große Rolle, wichtig ist einzig und allein, dass das, was getragen wird wirklich authentisch ist. Wer besonders cool ist und zeigt, dass er was von Vintage Mode versteht, der mixt Alt mit Neu und kreiert damit seinen ganz individuellen Stil.
Theoretisch ist auch das berühmte „Kleine Schwarze“ von Coco Chanel ein Vintage Look Kleid, aber wirklich echt ist es natürlich nur, wenn es auch original aus den 1940er Jahren stammt. Wer sich ernsthaft für Vintage Mode interessiert und an dieser Mode Gefallen findet, der wird entweder in speziellen Modegeschäften, im Internet oder auf Tauschbörsen fündig.
Vintage Mode ist ein Stück Zeitgeschichte und wird so schnell nicht unmodern.




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